PLATO

Visualisierung von Plato, www.esa.int
Test von Plato in einer Weltraumsimulationskammer, www.esa.int
Eines der 26 Kameramodule von Plato, www.esa.int
Goldbeschichtetes Gehäuse einer der 26 Kameras von Plato
Kameragehäuse während der Beschichtung

PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars) ist ein von der ESA gebautes Weltraumteleskop zur Suche und Erforschung extrasolarer und erdähnlicher Planeten. Die Entdeckung dieser Exoplaneten wird nach der sogenannten Transitmethode erfolgen, bei der die Verdunklung des Mutterstern, beim Durchgang eines Planeten vor der Sternenscheibe gemessen und analysiert wird.

Dabei wird Plato u.a. als Nachfolger des Kepler-Weltraumteleskops der NASA dienen und insbesondere darauf spezialisiert sein, bei anderen Sternen erdähnliche Gesteinsplaneten zu entdecken.

Details finden Sie hier: PLATO

In der Sonde sind insgesamt 26 nahezu baugleiche Kameramodule verbaut.

Die zylindrischen Gehäuse dieser Kameras mit einem Durchmesser von 300 mm und einer Höhe von 320 mm wurden in unserem Hause thermisch behandelt und die Oberflächengüte mittels Vakuum- und Ionenreinigung optimiert. Diese Reinigungsprozedur nahm pro Bauteil jeweils 1-2 Tage in Anspruch.

Im Anschluss wurde ein Teil der Gehäuse mit einer Goldbeschichtung versehen. Der Beschichtungsprozess fand dabei unter ständiger Rotation der Bauteile innerhalb der Beschichtungskammer statt, wodurch eine möglichst homogene Goldschicht mit einer Dicke von 1 µm aufgetragen wurde.

Diese Beschichtung soll die Kameras thermisch stabilisieren. Nur so kann die zur Suche nach Exoplaneten benötigte Empfindlichkeit erreicht werden.

Der Start der Mission ist für Ende 2026 vorgesehen.

Wir sind schon heute gespannt, welche Ergebnisse und Entdeckungen neuer erdähnliche Planeten erfolgen werden!